Mit «Metro» die SRG erkunden

«Metro» führt Station für Station durch alle wichtigen und wissenswerten Themen in und um die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG. Man erfährt, warum die SRG zwar einen öffentlichen Auftrag hat, aber trotzdem keine öffentlich-rechtliche Anstalt ist. Man lernt die einzigartige Organisationsform der SRG kennen und sieht, welche Ziele die SRG künftig verfolgen will. «Metro» ist ein Instrument für Eilige, aber auch eines für die, die es ganz genau wissen wollen. «Metro» richtet sich an neue Mitarbeitende, doch gibt es auch für «alte SRG-Hasen» noch das eine oder andere zu entdecken. Natürlich sind auch Personen, die nicht bei der SRG arbeiten, herzlich eingeladen, die SRG mit «Metro» besser kennenzulernen. Die erste Station jeder Linie gibt kurz und bündig Auskunft über die wichtigsten Fakten. Die zweite Station dringt bereits tiefer ins Thema ein. Bei Station drei gibt es Detailinformationen. Und wer sich bis zur vierten Station durchklickt, gelangt zu den Unternehmenseinheiten Radiotelevisione svizzera (RSI), Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR), Radio Télévision Suisse (RTS), Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und Swissinfo (SWI).

Gut ist, was dem Publikum gefällt? Ja, aber nicht nur

Die SRG muss hohen ethischen und qualitativen Anforderungen genügen und setzt zur Qualitätssicherung verschiedene Instrumente ein.

Oft ist von Qualität die Rede und davon, wie wichtig sie ist. Was aber ist Qualität in Bezug auf die publizistischen Produkte der SRG? Die Konzession gibt der SRG vier zentrale Qualitätskriterien vor: 

  • Verantwortungsbewusstsein – Was bedeutet das für die SRG?
    Verantwortungsbewusste Berichterstattung heisst: Die Medienschaffenden wissen um ihren Auftrag und um die Tatsache, dass er wichtig für eine funktionierende Demokratie ist. Sie kennen die rechtlichen Grundlagen und respektieren medienethische Normen. Sie kennen den Inhalt der für sie verbindlichen Regelwerke und halten sich daran. Sie fällen wichtige Entscheide erst nach angemessenem Abwägen der Varianten, auch wenn die Zeit drängt.
  • Glaubwürdigkeit – Was bedeutet das für die SRG?
    Glaubwürdig ist die SRG dann, wenn die von ihr publizierten Produkte von einer grossen, aber unterschiedliche Meinungen umfassenden Mehrheit als gültig akzeptiert werden. Eine glaubwürdige Berichterstattung zeigt immer Pro und Kontra eines Konflikts auf, trägt zur freien Meinungsbildung bei und verfolgt keine versteckten Interessen. Glaubwürdigkeit gewinnt die SRG, indem sie in der Berichterstattung Fehler vermeidet. Sollten dennoch Fehler passieren, gibt die SRG sie offen zu und berichtigt sie gegebenenfalls. 
  • Relevanz – Was bedeutet das für die SRG?
    Relevanz heisst, das Allgemeine dem Privaten beziehungsweise das Gesellschaftliche dem Individuellen und Partikulären vorzuziehen. Eine relevante Berichterstattung basiert weiter auf der Aktualität des Themas und auf seiner politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Bedeutung. Auch kann die räumliche oder kulturelle Nähe zur Alltagswelt des Publikums Relevanz erzeugen.
  • Journalistische Professionalität – Was bedeutet das für die SRG?
    Eine professionelle Medienarbeit besteht darin, sachgerecht zu berichten. Mit anderen Worten: Alle zur Verfügung stehenden Fakten und Positionen sind in Betracht zu ziehen und richtig sowie ausgewogen darzustellen, sodass sich das Publikum eine eigene Meinung über den Sachverhalt bilden kann. Medienschaffende kennen die gesetzlichen Grenzen, respektieren medienethische Normen und beherrschen ihr Handwerk. Der Schlüssel zur journalistischen Professionalität ist die Aus- und Weiterbildung.

Zur Umsetzung dieser Vorgaben weist die SRG inhaltliche und formale Qualitätsstandards vor – die «Minimalstandards Programmqualität». Zudem können sich die SRG-Mitarbeitenden an weiteren internen und externen Leitplanken orientieren (siehe Dokumente der nächsten Ebene).
Die Konzession hält auch fest, dass die SRG ihre Akzeptanz nicht in erster Linie in Marktanteilen messen darf. 

Was versteht also die SRG unter «Programmqualität»? Für die SRG sind drei Sichtweisen von Bedeutung:

  1. Perspektive des gesellschaftlichen Auftrags:
    Wie gut erfüllt die SRG ihren Konzessionsauftrag? Indikatoren für eine Antwort auf diese Frage liefern SRG-interne Programmstatistiken, die Befunde der Publikumsräte sowie die vom Bakom in Auftrag gegebenen Programmanalysen.

  2. Perspektive der intern gesteckten Ziele:
    Wie gut erfüllt die SRG ihre eigenen Vorgaben wie Leitlinien, Ausbildungsvorgaben usw.?
    Wie gut erreichen wir die Ziele unserer Unternehmensstrategie und der Teilstrategien? Indikatoren für eine Antwort liefern SRG-interne Statistiken und Reportings. 

  3. Perspektive des Publikums:
    Wie gut kommt das Programm beim Publikum an? Indikatoren für eine Antwort liefern die Quoten sowie regelmässige Umfragen.

Wer also sagt, «Qualität ist das, was dem Publikum gefällt», hat nur teilweise recht. Natürlich ist die SRG als Unternehmen mit öffentlichem Auftrag bestrebt, mit einem vielseitigen Angebot ein möglichst breites Publikum zu erreichen. Die SRG darf ihre Akzeptanz jedoch nicht in erster Linie an den Marktanteilen messen.