Mit «Metro» die SRG erkunden

«Metro» führt Station für Station durch alle wichtigen und wissenswerten Themen in und um die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft SRG. Man erfährt, warum die SRG zwar einen öffentlichen Auftrag hat, aber trotzdem keine öffentlich-rechtliche Anstalt ist. Man lernt die einzigartige Organisationsform der SRG kennen und sieht, welche Ziele die SRG künftig verfolgen will. «Metro» ist ein Instrument für Eilige, aber auch eines für die, die es ganz genau wissen wollen. «Metro» richtet sich an neue Mitarbeitende, doch gibt es auch für «alte SRG-Hasen» noch das eine oder andere zu entdecken. Natürlich sind auch Personen, die nicht bei der SRG arbeiten, herzlich eingeladen, die SRG mit «Metro» besser kennenzulernen. Die erste Station jeder Linie gibt kurz und bündig Auskunft über die wichtigsten Fakten. Die zweite Station dringt bereits tiefer ins Thema ein. Bei Station drei gibt es Detailinformationen. Und wer sich bis zur vierten Station durchklickt, gelangt zu den Unternehmenseinheiten Radiotelevisione svizzera (RSI), Radiotelevisiun Svizra Rumantscha (RTR), Radio Télévision Suisse (RTS), Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) und Swissinfo (SWI).

Was auf dem Medienplatz Schweiz passiert, geht uns alle etwas an

Ein vielfältiger Medienplatz ist ein wichtiger Pfeiler der Demokratie. Der Medienplatz Schweiz befindet sich im Umbruch.

Für das Funktionieren einer Demokratie ist ein vielseitiges, unabhängiges Medienangebot von grundlegender Bedeutung (siehe auch Auftrag und Recht), damit sich die Bürgerinnen und Bürger über politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklungen ihre eigene Meinung bilden können. Der leitende Service-public-Gedanke im Medienbereich spielt eine wichtige Rolle für eine lebendige Meinungsvielfalt.

Diese notwendige Bandbreite an Medienangeboten entsteh und besteht nicht einfach so. Vielmehr muss der Staat dafür Sorge tragen, dass die Medienvielfalt gewährleistet ist. Heute setzt das Internet mit seinen vielen kostenlosen und an keine Sprach- und Landesgrenze gebundenen Informationsquellen viele Bezahlzeitungen unter Druck. Entsprechend ist die Zahl der Zeitungstitel der Schweiz seit einigen Jahren rückläufig. Kleinere Verlage gibt es immer weniger. Grosse Verlage werden immer grösser und versammeln immer mehr Zeitungen, aber auch private Radio- und Fernsehsender unter ihrem Dach.

In der Schweiz werden auch private Radio- und TV-Anbieter mit Geld aus den Gebühreneinnahmen unterstützt, sofern sie eine Konzession haben und – quasi als Gegenleistung – gewisse, vom Bundesrat festgelegte Bestimmungen einhalten. Rund fünf Prozent der Gebühreneinnahmen, heute etwa 67,5 Millionen Franken, gehen an 21 private Radio- und 13 Fernsehstationen (Stand 2016).

Die stetig zunehmende Bedeutung des Internets zeigt sich nicht zuletzt darin, dass sich die Bürgerinnen und Bürger ihre Informationen immer häufiger im Internet holen und seltener in Printmedien, Radio und Fernsehen. Und gerade im Internet sind die publizistischen Freiheiten der SRG eingeschränkt. So muss sich die SRG vor allem in der Länge ihrer Online-Textbeiträge an strikte Vorgaben halten. Der Grund: Zeitungen bestehen vorwiegend aus Texten. Auch die Zeitungen haben festgestellt, dass das Publikum heute im Internet ist. Also versuchen die Zeitungen, sich mit neuen Geschäftsmodellen im Internet zu positionieren. Wenn nun aber auch die gebührenfinanzierte SRG kostenlos hochstehende Texte ins Internet stellt, befürchten die Zeitungen eine Benachteiligung.

Es gibt Länder, in denen auch die Zeitungen Geld vom Staat erhalten. Sie müssen dafür allerdings gewisse Vorgaben erfüllen. In der Schweiz erhalten die Zeitungen indirekte Unterstützung durch den Staat: Durch Subventionen sorgt der Bund für ermässigte Postzustellungstarifen von Zeitungen und Zeitschriften. Eine direkte Presseförderung kennt die Schweiz nicht. Schweizer Zeitungen werden fast ausschliesslich durch kommerzielle Einnahmen ihrer Verlage finanziert, zum Beispiel durch Inserate.

Und wie sieht die Zukunft des Medienplatzes Schweiz aus? Über diese Frage denken nicht nur SRG und andere Medienhäuser nach, sondern auch Politikerinnen und Politiker. So stellt sich zum Beispiel auch die Frage, wie der Service-public-Auftrag der SRG künftig aussehen wird und inwiefern sich gesellschaftliche Entwicklungen im Auftrag der SRG von morgen widerspiegeln werden.